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Yoga ist keine Gymnastik!

In unserer westlichen Welt wird Yoga stark auf das körperliche reduziert, ja fast schon mit Gymnastik verglichen. Jedoch steckt so viel mehr dahinter.


Als ich mit Yoga angefangen habe, wollte ich all die Asanas (Posen, Figuren) erlernen. Ich wollte immer so gut sein, wie andere Yoga- Lehrer/innen. Ich habe mich verglichen und mich an anderen gemessen, dementsprechend hatte ich das Gefühl nicht gut genug zu sein, um überhaupt Yoga zu unterrichten.


Zu Beginn war das der Grund, warum ich überhaupt nicht unterrichten wollte. Ich hatte extrem große Angst nicht dem Image einer typischen Yogalehrerin zu entsprechen, dem Image einer typischen schlanken und sehr beweglichen Yogalehrerin. Ich mit meiner festeren Figur, habe mich damals nie in diesem Bild gesehen.


Umso mehr ich mich jedoch mit Yoga beschäftigt habe, umso eher habe ich verstanden, dass ich ein komplett falsches Verständnis davon hatte, was Yoga eigentlich ist.

Heute weiß ich, dass es total egal ist, welchen Körperbau man hat. Ob du dick, dünn, groß oder klein, Mann oder Frau bist, es spielt keine Rolle. Jeder kann und darf Yoga praktizieren. Es geht nicht um Perfektionismus. Es geht nicht darum, so tief wie möglich in einer Asana zu kommen. Das Bild, das uns durch die Medien vermittelt wird, entspricht einfach nicht der Wahrheit.


Im Yoga geht es nicht nur um die physische Praxis.


Wenn ich mich mit Leuten unterhalte, kommt oft der Satz, „ich bin viel zu ungelenkig für Yoga“, und das macht mich extrem traurig. Leider wird in unserer westlichen Welt Yoga so sehr auf die körperliche Übung reduziert.

Ja, die physische Praxis ist ein Teil davon, aber ein sehr kleiner Teil. Dabei steckt so viel mehr hinter Yoga.


Natürlich gibt dir eine Yoga-Stunde viel. Durch die Atemübungen wirst du viel entspannter. Durch die Bewegungen fühlt sich dein Körper gut an und vielleicht werden deine Gedanken etwas stiller. Doch was machst du, wenn du in deinem Alltag extrem gestresst bist, wütend bist oder dein Kopf dich voller Gedanken nicht in Ruhe lassen kann? Du kannst nicht überall deine Yoga-Matte auspacken und ein paar Sonnengrüße oder Kopfstände absolvieren um wieder auf dein Leben klarzukommen!


Wenn du mehr aus deinem Leben rausholen willst, wahres Glück und inneren Frieden finden willst, kannst du (unteranderem) auch Yoga in deinem alltäglichen Leben nutzen.

Du musst nicht unbedingt Yoga-Stunden besuchen, um das zu erreichen. Du darfst einfach bewusster in deinem Alltag werden. Deinem Körper mehr Aufmerksamkeit schenken. Nutze Atemtechniken, wenn du gestresst bist. Versuche zu meditieren, um einfach still zu werden. Gib dir in deinem Leben Zeit für dich. Indem du kleine Routinen der Achtsamkeit in dein Leben lässt.


Du wirst merken, wie dein Verstand stiller wird, wie du Schritt für Schritt erkennst wer du wirklich bist. Wie dein Bewusstsein, welches ständig mit unseren fünf Sinnen in der Außenwelt lebt, sich plötzlich nach innen richtet.


Yoga ist eine Reise vom kleineren Selbst zum größeren Selbst.


Es ist eine Reise vom Dunklen ins Licht.

Es ist ein innerer Weg der Selbsterkenntnis, mit dem Ziel der inneren Freiheit.


Yoga ist ein Zustand des Seins.

Ein Leben in Einheit und in völliger Gegenwart.


Namaste.


Eure Agnes

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